2. Runde
2. Runde Bezirksklasse St. B: VfB 07 Lettin I - GW Bischofrode I 2,5:5,5
Motiviert und zuversichtlich ging es in die zweite Runde der Bezirksklasse Staffel B gegen GW Bischofrode. Gewarnt durch die gute Leistung der Gäste in der 1. Runde (5,5:2,5 Sieg gegen USV V), aber mit Zuversicht begaben wir uns trotz eigentlichen Heimspieles in "fremde" aber nette Räumlichkeiten.
Die Eröffnungsphasen der Partien zeigten keine großen Schwächen auf den Brettern, was Hoffnung auf mehr aufkommen lassen konnte. Im weiteren Verlauf zeichnete sich recht Unerwartetes ab, da wir recht zügig an Brett sechs 1:0 in Führung gehen konnten und auf den restlichen Brettern nicht wirklich schwierige Konstellationen standen. Brett 1 stand nach der ungewohnten Eröffnung recht sicher, Stefan, Diego und Alex durchaus gut währenddessen sich bei Hans-Dieter das Brett ohne erheblichen Vorteil für eine Seite leerte. Olli stand wie erwartet mit Schwarz souverän und sicher. An Brett acht hatte sich eine durchaus nach Gewinn aussehende Stellung entwickelt.
Im weiteren Verlauf der Partien einigten sich Diego und Hans-Dieter verdient mit ihren Gegnern auf Remis - 2:1 - für uns!
So weit so gut. Fehlten ja nur noch 3 Punkte zum Mannschaftsgewinn.
Am der Volkstrauertag sollte wohl doch noch die ein oder andere Überraschung offenbaren. Alex verlor ziemlich plötzlich und überraschend - eine Unaufmerksamkeit gab den Ausschlag. Somit halt doch wieder Ausgleich. Na gut, dann halt die anderen.
Im Folgenden zeigte sich allerdings eine nicht unbekannte Weisheit, dass auch kleine Konzentrationsschwächen großes Unheil anrichten können.
So erfuhr Andreas an Brett acht, dass man einen Turm normalerweise nicht in eine Fesslung quetscht um dann aus einem Plusbauern einen Minusbauern zu machen und die Stellung zu ruinieren. 2:3. Umpf.
Nahezu zeitgleich öffnete sich bei Stefan die Stellung, wobei er allerdings eine Leichtfigur "geopfert" hatte aber noch über Initiative verfügte. André lehnte in dieser Situation an Brett 1 ein Remisangebot seines Gegners ab und hatte vor, bis zum Schluss durchzuziehen, denn Hoffnung gab es immer noch bei Olli. Dieser hatte eine komplizierte Stellung auf dem Brett die er selber als schlechter einschätzte und etwas später das Remisangebot des Gegners annahm. Er musste sich nach einer Nacht dann wohl selber eingestehen, dass solche unklaren Stellungen bei diesem Mannschaftsstand ohne Rücksicht auf die eigenen Interessen zwingend auszureizen sind.
Stefan musste später seine Initiative und im Anschluss leider auch den ganzen Punkt hergeben. 2,5:4,5, jetzt wurde es langsam herb. Aber der Volkstrauertag hieße (zumindest für Lettin) nicht Volkstrauertag, wenn es nicht noch schlimmer kommen sollte...
In dieser Situation meinten sogar Bischofröder, dass der Sieg in dieser Höhe eigentlich nicht gerecht sei, ihre Mitspieler wollten die Brettpunkte aber trotzdem nicht mehr hergeben, so dass es am Ende 2,5:5,5 hieß. Trotzdem können wir Bischofrode zum gut erkämpften Sieg nur gratulieren.
Text: kh


